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IT-Runde

Gastartikel: Frauen in der IT-Branche

  • Gastartikel: Frauen in der IT

    Von wegen IT-Berufe sind nur was für Männer – Es kommt ja gar nicht nur auf das technische Verständnis an, sondern auch auf Weitblick und Teamfähigkeit. Eindeutig Fähigkeiten, die Frauen eher zustehen als Männern. Dennoch sind die Frauen in der IT-Branche so spärlich, wie Fische am Land.

    Über Jahre hinweg galt die IT-Branche als Welt der Männer, in der es nur wenige Frauen geschafft haben sich durchzusetzen und mit einem Beruf in der IT-Branche ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Doch leider sind es nicht nur wenige Frauen, es werden auch noch immer weniger. Wenn sich Frauen dann doch für die Richtung zur IT-Branche interessieren, drehen sie oft auf halben Wege wieder um, weil sie sich nicht als Außenseiterinnen fühlen wollen. Sie stehen dann doch eher auf die klassischen Berufsfelder für Damen. Denn viele Frauen fürchten, technisch weniger begabt als Männer zu sein und in der direkten Konkurrenz in diesen Berufen nicht mithalten zu können. Irgendwie wird von Mädchen doch auch erwartet, sich mehr für Klamotten zu interessieren als für die IT-Branche, oder? Solche Aussagen gibt es leider noch ziemlich oft.

    Frauen oft mit Männern gleichauf

    Die Realität hingegen zeigt, Frauen sind bei Computer- und Softwarefragen mit Männern gleichauf, es darf also nicht der Schluss gezogen werden, dass Frauen und Technik nicht zusammenpassen.

    Während Männer in Sachen Smartphones und Software dazu neigen, immer mehr Funktionen nachzujagen, haben Frauen eher ein Gespür für eine schnelle Orientierung und eine leichte Bedienungen. Genau sowas kommt bei den meisten Unternehmen gut an und daher kommt auch der große Handlungsdruck, dass man unbedingt mehr Frauen für die IT-Branche begeistern will. Viele sind sogar der Meinung, man sollte mit den Bemühungen dazu schon sehr früh starten, am besten noch während der Schulzeit.

    Was ist der Grund für den geringen Frauenanteil in der IT-Branche?

    Den Grund für den niedrigen Frauenanteil in der IT kann man so genau aber gar nicht benennen, oft hängt es aber damit zusammen, dass Frauen einfach ein falsches Bild vor Augen haben und die IT-Branche generell auch oft falsch dargestellt wird. Vielleicht haben sie sogar sowas wie Angst vor der Branche. Dabei ist die IT- Branche sehr abwechslungsreich und bietet technisch interessierten Menschen die Möglichkeit, Spaß und Beruf zu verbinden. So zum Beispiel kann man entscheiden, ob man die kaufmännische Richtung oder die rein technische Richtung wählt.

    Gerade bei den jungen Mädchen kommt der IT-Beruf so männlich und mathematisch rüber. Sie denken an einen langweiligen Job bei dem es nur um irgendwelche Codes geht und man den ganzen Tag nur am Schreibtisch sitzt und irgendetwas programmieren muss für einen IT-Dienstleister. Wie man sich „Nerds“ halt so vorstellt.

    Um die IT-Branche für Frauen attraktiver zu machen sollte man deutlicher zeigen, was genau eine Karriere in der IT-Branche umfasst. Somit könnte man deutlicher machen, dass es auch spannende IT-Berufe gibt, wo man nicht nur am Schreibtisch sitzt, sondern auch viel mit Menschen zu tun hat. Dafür gibt es mittlerweile sogar Unternehmen, die Projekte führen und dadurch hoffen, dass den Mädchen die Welt der Computer-Wissenschaft näher gebracht wird. Außerdem wünschen sich viele Frauen aber auch, dass IT-Unternehmen ihnen mehr Anreize bieten, bei ihnen zu arbeiten.

    Sogar die Politik beschäftigt sich mit dem Thema und startet Kampagnen, um Frauen zu motivieren, in die IT-Branche einzusteigen. Außerdem sprechen mittlerweile viele Unternehmen dafür, Frauen durch geregelte Kinderbetreuung und flexiblere Arbeitszeiten zu unterstützen oder Ihnen sogar durch ab und an Home-Office die Arbeit zu erleichtern.

    Doch wozu der ganze Aufwand?

    Ob das nur an dem Geschlechter-Ausgleich liegt? Dieser hätte auf jeden Fall für die Wirtschaft große Vorteile aber auch für die Frauen selbst. Laut einer Studie über Frauen-Aktivitäten in der IT-Branche, in der Frauen die leitende Position haben, kamen mehr Einnahmen zustande.

    Aber mal ganz abgesehen von den erbrachten Leistungen, sinnvoll ist es natürlich immer die Suche nach neuem Personal zu erweitern, wenn ein Fachkräftemangel eintritt.

     

    Dies ist ein Gastartikel von Jens Hagel

    Er beschreibt sich selbst als Geschäftsführer vom IT-Systemhaus hagel IT-Services GmbH in Hamburg. Mit derzeit 24 Mitarbeitern suchen wir händeringend nach Nachwuchs und bilden auch aus. Derzeit haben wir einige Stellenanzeigen online, für die wir uns natürlich gerne auch eine Frau wünschen. Erst im Dezember haben wir auf unserer Homepage auch darüber berichtet, dass bei uns weibliche Kräfte besonders gern gesehen sind. Wir erhoffen uns von diesem Gastbeitrag, dass sich vielleicht sogar einige Leser der IT-Runde bei uns bewerben? Das wäre klasse.

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  1. #1 Anna L.
    28.01.2015 um 09:29 Uhr

    Ein sehr schöner Artikel der zum Nachdenken anregt, Jens. In der Tat haben es Frauen nicht immer leicht. Aber auch wir sollten uns nicht darauf ausruhen und uns ständig darüber aufregen, dass die Männer vielleicht bevorzugt würden – Machen! heißt die Devise!

    Wer etwas erreichen will, schafft das auch. Vielleicht nicht beim ersten Anlauf und vielleicht auch nicht beim zweiten. Wenn man es beim dritten aber dann geschafft hat, ist man umso glücklicher mit dem Erreichten. Und das ist ja bei Männern auch nicht anders… glaube ich 🙂

    Lieben Gruß Anna

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  2. #2 Beno
    08.09.2015 um 21:23 Uhr

    Ein Thema, welches man auch in der Werbung stetig präsentiert bekommt. Meist stehen 10 Männer um einen Rechner anstatt auch mal eine Frau zu zeigen. Dies formt auch weiter das Bild der „frauenlosen-IT“ 🙂

    Jeder der schon in seine Marketing Kampagnen (Und dabei meine ich nicht nur bei Bewerbungen ein /in hinten dran zu hängen) vermehrt mit Frauen arbeitet, verdient ein zukunftssicheres Business!

    Liebe Grüße
    Beno

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  3. #3 Selma
    10.06.2016 um 14:00 Uhr

    Die Anzahl meiner Kolleginnen ist jetzt wirklich nicht hoch (ok, erwischt wir sind nur 5 und ich bin die einzige Frau. Somit liegen wir wahrscheinlich trotzdem noch über dem Schnitt im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen 😉 ).
    Meine Mutter hat mich dazu gebracht HTML zu lernen (damals waren iframes noch in). Alles es nur statische Seiten gab war der Einstieg in diesen Bereich leichter.
    Ich glaube ein Schritt wäre es mehr Fächerübergreifende Berufe zu schaffen. Wenn man mal ein bisschen was von der IT-Welt gesehen und mit Menschen aus dem tiefsten inneren der Branche zusammengearbeitet hat ist die Hemmschwelle niedriger in dem Bereich tiefer einzusteigen.
    Vielleicht motiviert man dann auch später die Kinder (oder Nichten und Neffen) eher in diese Richtung zu gehen. Ich finde man sollte den Uunterricht erweitern und schon in der Grundschule mit einfachen Programmieraufgaben beginnen, ist doch auch nur eine Form von angewandtem logischen Denken.

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