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IT-Runde

Wikipedia blockiert Einträge

  • Wikipedia blockiert Einträge

    Wie die New York Times berichtet, wurden von der Online-Enzyklopädie Wikipedia alle Berichte über das Entführungsopfer David Rohde unterdrückt. Der US-Reporter David Rohde war sieben Monate lang in der Hand der Taliban, aber er konnte sich im Juni dieses Jahres selber befreien. Damit die Sicherheit des Reporters nicht gefährdet wurde, hatte die New York Times mehrere große US-Medienhäuser darum gebeten, nicht über die Entführung zu berichten.

    Bis zu seiner Befreiung wurden auf der Online-Enzyklopädie alle Einträge, die von den Wikipedia-Nutzern gemacht wurden, gelöscht und soweit es möglich war, wurden sie auch schon von vornherein blockiert. Ein Kollege der New York Times hat sogar Wikipedia-Artikel des Reporters David Rohde umgeschrieben, damit die Entführer ein besseres Bild von dem Entführten Reporter erhalten. Es wurden zum Beispiel Artikel über das Massaker von Srebrenica und auch über die Gefangenen in Guantanamo Bay verändert.

    Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat sehr gut mit der New York Times zusammengearbeitet, um den Reporter David Rohde nicht zu gefährden. Aber auch wenn es in diesem Fall um die Sicherheit eines Menschen ging, bleibt doch der schale Beigeschmack eines „nicht“ ganz freien Internets. Wer weiß, was in Zukunft noch alles gelöscht oder blockiert wird, weil es vielleicht unseren Politikern nicht gefällt.

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  1. #1 Christian Wansart
    04.07.2009 um 12:14 Uhr

    Ich finde diese Aktion vollkommen richtig und habe dort auch nichts entgegen zu setzen. Es geht hier schließlich um die Sicherheit eines Menschen und sofern man die Wahrheit nicht verdreht, sondern nur die Infos über ihn entfernt, hat es nichts mit Zensur zu tun.

    Was unsere Politiker zurzeit so machen allerdings schon!

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  2. #2 J. Kröger
    05.07.2009 um 13:31 Uhr

    Ich glaube das ist ein sehr kompliziertes Thema, egal wie man es betrachten möchte. Auf der einen Seite finde ich es OK bei Entführung die Daten zurück zu halten, auf der anderen Seite auch fragwürdig.
    Bei Entführung einer Person sollen die Täter sowenig wie möglich an zusätzlichen Informationen über die Opfer und ihre Angehörigen erhalten. Das könnten diese gegen die Opfer verwenden beziehungsweise gegen (z.B.) Firmen für die diese tätig sind. In der heutigen Zeit haben nun einmal auch die Täter im letzen Winkel der Erde Möglichkeiten sich über das Internet zu informieren, um zum Beispiel den „Marktwert“ eines Menschen heraus zu finden. Das hört sich doof an, so über ein Opfer zu denken, aber es ist nun mal so, das die Haushaltshilfe von Herrn Meier nicht so viel bringen wird, wie zum Beispiel ein Journalist, der bekannt ist oder der Sohn eines Botschafters, etc. Andererseits, will ich Informationen, frei zugänglich und vor allem ohne Beschönigungen im Internet bzw. in der Zeitung finden. Ich möchte natürlich auch nicht dass dadurch den Opfern Nachteile entstehen. Also egal wie man es sieht, es ist eines genau so richtig wie das andere.
    Ein Beigeschmack bleibt bei mir dennoch nicht zurück, es ist eine Sache ob ich von einzelnen Personen oder einer Regierung oder sonstigen Organisation rede. Natürlich wird auch hier gefiltert und es werden auch schon seit Jahren die Informationen passend an die Bürger heraus gegeben. So wird man bei einer Zeitung die einer bestimmten Partei, oder Mediengruppe, angehört immer nur hören wie böse doch dieser oder jener Politiker ist, während er von der Konkurrenz in der Luft zerfetzt wird. Oder noch ein schönes und vor allem aktuelles Beispiel, die Internetsperre. Gehe doch mal ein jeder auf die Strasse und frage die Leute, warum sich einige darüber so aufregen. Man bekommt zu hören, dass die Leute dumm sind, es soll doch nur Kinderpornographie verhindert werden. Man wird kaum jemanden Treffen, der sich weiter darüber Gedanken macht, erstens was da noch kommen kann und zweitens das es NICHT verhindert und NICHT gelöscht wird. Das ist Medienmanipulation auf höchsten Grad und findet sich bei genauerem Hinsehen in vielen Bereichen.
    Mein Fazit ist, dass es keine eindeutige Antwort auf das Thema hier gibt bzw. sollte es auf jede einzelne Situation beziehen. Man kann beide Positionen vertreten, ja man will informiert werden, ja der Schutz eines Opfers ist höher anzusehen als das recht auf Information (das gilt für mich bis zu einem bestimmten Punkt).

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  3. #3 Christian
    05.07.2009 um 13:46 Uhr

    Ich sehe es auch so, dass man die zwei verschiedenen Punkte vertreten kann. Entweder steht man auf der Seite des Opferschutzes/Menschenleben oder auf der Seite des Datenschutzes. Mir persönlich ist in diesem Einzelfall der Opferschutz auf jeden Fall wichtiger, solange die Öffentlichkeit auf diese Zenzur aufmerksam gemacht wird.

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