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IT-Runde

QR-Codes auf Grabsteinen – Ein schlechter Witz?

  • QR-Codes auf Grabsteinen - Ein schlechter Witz?

    Schon vor längerer Zeit haben wir euch eine klasse Erfindung vorgestellt: Den QR-Code.
    Inzwischen hat sich diese Technik weit verbreitet und findet heutzutage vor allem auf verschiedenen Werbeformen wie Plakaten ihren Platz. Hinter den viereckigen Schwarz/Weiß-Bildern verstecken sich nicht nur URL’s, sondern manchmal auch kurze Texte – Der Reiz, nicht zu wissen was hinter dem nächsten Code steckt, inspiriert immer mehr Leute.

    Heute habe ich im Radio etwas komisches gehört „QR-Codes gibt es nun auch auf Grabsteinen“. Was sich für mich erst wie ein schlechter und verspäteter Aprilscherz angehört hat, entpuppte sich als die blanke Wahrheit. Überhaupt erst auf die Idee gekommen sein sollen selbstverständlich die Japaner, welche auch Erfinder des QR-Codes sind. Aber was für ein Sinn soll ein QR-Code auf dem Friedhof erfüllen?

    Einerseits könnte man ein kurzes Gebet hinterlegen, andererseits bietet der QR-Codes ja auch die URL-Funktion an, sodass man eine Gedenkseite für den Verstorbenen anlegen könnte. Genauso würde man bei Musikern zu den besten Stücken verlinken oder einfach auf das vorhandene Facebook-Profil. Auch verstorbene Firmeninhaber oder Leute welche Ihren Job gelebt haben könnten auch nach dem Tod durch einen QR-Code für Ihr Unternehmen werben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es groß wie Strato oder klein wie Scopevisio ist – Man würde quasi sein eigenes Lebensprojekt sogar nach dem Tod weiterhin bewerben. Es haben sich sogar schon die ersten Grabsteinhauer gemeldet, welche gegen einen Rabatt auf den gekaufen Stein ein QR-Code zur eigenen Webseite integrieren. Im Netz kursieren lauter solcher wilden Vorstellungen. Der große Vorteil wäre dabei, dass ein Außenstehender viel mehr Informationen von einem Verstorbenen bekommen- und mehr über sein Leben erfahren könnte. Die Frage die sich hierbei stellt ist: Ist das überhaupt moralisch vertretbar?

    Mit „Tradition“ hat der Grabstein dann nicht mehr viel zutun und düdelnde Musik auf dem Friedhof vor einem ehemaligen Rocker o.ä. käme sicher auch nicht gut an. Wo gibt es denn überhaupt die Grenze zwischen neuer Technik und der letzten Ruhe? Was die meisten von euch jetzt wie mich erstmal schockiert: In den USA und wie gesagt auch Japan wurde diese Idee schon lange umgesetzt und scheint aktuell angeblich „der neuste Trend“ zu sein. Ob die Euphorie jemals nach Deutschland rüberschwappen wird ist fraglich…

    Habe ein passendes Video zum Thema auf Youtube gefunden, welches den Bildhauer Andreas Rosenkranz beim anfertigen der Grabsteine darstellt:

    Video

    Aber was ist eigentlich, wenn die Informationen irgendwann nicht mehr dem Link hinterlegt sind oder die Technik QR-Code bald schon wieder von gestern ist? In der derzeitigen digitalen Welt sind 10 Jahre unglaublich lang (Wobei Grabsteine gerne mal 20, 30 oder auch 50 Jahre stehen) – So könnte es Facebook vielleicht gar nicht mehr geben oder sich die Linkstruktur geändert haben. Auch könnten Gedenkseiten-Dienste pleite gegangen sein oder ein Audiofile wurde vom Server gelöscht. Den eingefrästen QR-Code mal eben aus dem Stein zu entfernen oder zu ändern würde sicher sehr mühselig bzw. wäre dann für günstiges Geld ausgeschlossen.

    Die digitale Verbindung der Trauer vom Grabstein zum Internet – Was haltet ihr von der Idee? Wolltet ihr irgendwann einmal einen QR-Code auf eurem Grabstein haben? Uns interessiert eure Meinung! :)

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  1. #1 Francesco
    04.05.2012 um 15:27 Uhr

    Ich fande deine Überschrift sehr zum schmunzeln 😀

    Für mich persönlich wäre das gar nichts und ohne das eine Person das im eigenen Testament gewünscht hat, würde ich das auch nie bei verstorbenen Angehörigen auf den Grabstein machen lassen.

    Aber die Japaner preschen ja immer mit den skurilsten Ideen vor….

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  2. #2 Nico
    05.05.2012 um 10:49 Uhr

    Irgendwo ist es ja ne super Idee, aber ich müsste das nicht haben.

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  3. #3 Maike Warmers
    06.05.2012 um 22:42 Uhr

    Warum sollte die Technik auch nicht auf die Friedhöfe? Wenn man sich die Kirchen ansieht, wurde früher noch vom Priester frei durch den Saal geschriehen. Heute gibt es dafür Mikrofone. Früher mussten die Nummern der zu singenden Lieder noch selbst genannt werden, heute zeigen Leuchttafeln dieses an.

    Meiner Meinung nach also eine geniale Idee!

    Eure Maike

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  4. #4 Twix Raider
    24.05.2012 um 11:33 Uhr

    Der Anti-Stein von Rosetta, den in 2000 Jahren keine Sau mehr entschlüssen kann, wiel es sich um einen dead link handelt. Und falls der Server doch noch läuft, lesen die Archäologen der Zukunft die mysteriöse Botschaft „Max Mustermann ist tot. 2659 Personen gefällt das.“. Meine virtuelle Wunschinschrift wäre „Nichts währet ewiglich, nur die menschliche Dummheit.“. Und beim Anklicken fängt man sich einen Virus ein, das wäre dann mein Vermächtnis… ich bin ja mal gespannt, wann der erste dieser Codes zur Umleitung gehackt wird, die dann zu „Todesgeile Omas in Aktion“ führt.

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  5. #5 FG
    08.10.2012 um 13:16 Uhr

    Was würde wohl Steave Jobs dazu sagen? So wie der Mann veranlagt war, entweder „Bullshit“ oder „Grandios“. Aber höchstwahrscheinlich ist es ganz gut, dass es sich augenscheinlich mit dieser Thematik nicht auseinadergesetzt hat!

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