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Mit Twitter auch die Vergangenheit erleben
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Jeder, der auf Twitter nach einem älteren, besonderen Tweet gesucht hat, kennt das Problem: Twitter ist für das Hier und Jetzt ausgelegt, nicht für das bereits Geschehene und Vergangene. Die Twittersuche ist zeitlich begrenzt – wer heute nach einem Stichwort wie zum Beispiel #euro2012 sucht, wird keine Ergebnisse finden, die älter als 10 Tage sind. Verständlich, denn in einem solchen Zeitraum muss die Twittersuche ungefähr 4 Milliarden Tweets von 140 Millionen aktiven Nutzern erfassen und bei Bedarf in Millisekunden abrufen können.
Einerseits ist die Festlegung eines solchen Zeitraums eine sinnvolle Maßnahme um dem Fail Whale vorzubeugen, andererseits ist es natürlich schade, wenn man durch dieses Limit besondere Zitate und Meinungen nicht mehr wiederfinden kann. Sind diese verloren? Auf keinen Fall! Neben der reichhaltigen Medienberichterstattung über (un-)populäre Tweets kann man diese auch über das bekannte Angebot favstar.fm wiederfinden.- hier gibt es sogar die besten Tweets von längst gelöschten Twitterern zu lesen! Auch über Fotodienste für Twitter wie twitpic kann man auf besondere Momente zurückblicken, die außerhalb des Twittersuchlimits liegen. Allerdings sind all’ diese Methoden sehr zeitaufwendig. Mit dem Dienst, den ich im Folgenden vorstellen möchte, kann ich einfach meine Retweets und Tweets nach Stichworten, Tagen, Uhrzeiten, Personen und vielem mehr durchsuchen.Tweet Backup
Das Angebot heißt simpel tweetbackup.com und exakt so simpel ist es auch in der Handhabung. Die Registrierung ist kostenfrei via Twitter oAuth zu bewerkstelligen und nach dem Starten des Backups (bis zu 48 Stunden nach dem Registrieren) werden die neuen Tweets mit den bereits vorhandenen alle 24 Stunden synchronisiert. Exportieren kann man das Backup jederzeit entweder als Text-, HTML- oder als eher ungebräuchliche CSV-Datei. Ich persönlich bevorzuge die HTML-Variante, weil ich diese einfach und schnell im Browser öffnen kann. Dort kann ich zum Beispiel mit der Suche (Strg+F) nach einem Tweet suchen, der heute sein Ein-Jähriges feiert, oder die Frage nach der ersten Erwähnung eines Twitterers beantworten. Auch einfache, aber dafür umfassende Statistiken lassen sich erstellen, zum Beispiel, welche Wörter am meisten verwendet wurden. Diese Möglichkeit ist viel besser als die gängigen Twitter-Statistiktools, weil diese nur die letzten 3200 Tweets erfassen können.Diese Begrenzung der Twitter API gilt für TweetBackup natürlich auch, weswegen ich mich möglichst früh für die Registrierung für das vollautomatisch ablaufende Backup entscheiden würde. Alle Tweets, die nicht in das Raster der letzten 3200 Twitterposts fallen, sind nicht durch ewiges Hinunterscrollen auf der Twitterseite, sondern nur per Link zum Tweet erreichbar, der bei TweetBackup mitprotokolliert wird. Aufgrund dieses Features kann man einfach Tools wie Twitter Viewer hinzuziehen, um ganze Konversationen nachzulesen, wie diese hier von Christian und mir vor genau einem Jahr.

Nebenbei sei bemerkt, dass Christian wieder ein tolles Gewinnspiel zum dreijährigen Jubliäum mit hochwertiger Hardware für den PC auf IT-Runde auf die Beine gestellt hat, an dem ich noch nicht teilgenommen habe… Manche Dinge wiederholen sich immer wieder
.Es bleibt hinzuzufügen, dass das vorgestellte Angebot auch die sog. Web Retweets durch TweetBackup anzeigt. Der angegebene Link führt dabei zum originalen Tweet, mit Hinweis auf den getätigten RT.
Ich konnte mit TweetBackup schon einige Male spaßige Konversationen wiederfinden und im Zweifelsfall am Nutzen ist das Backup einfach wie ein altes -vielleicht eher positiv gehaltenes- Bilderbuch, durch das ich gerne mal stöbere.
Eure Meinung interessiert uns natürlich: An welche Tweets oder Konversationen denkt ihr gern zurück und warum?
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09.07.2012 um 17:52 Uhr
Bei den massen an informationen die es auf Twitter gibt sind solche Suchtools auch unverzichtbar. Das Twitter.com selbst nicht solche intelligenten Suchen integriert ist mir jedoch schleierhaft. Ist vielleicht gegen das “hier und jetzt” Prinzip, jedoch geben die bestimmt eine menge anfragen an zweitdienste ab
17.07.2012 um 01:09 Uhr
Herzlichen Glückwunsch zu 3-jährigen
20.08.2012 um 16:59 Uhr
Ich hab Twitter inzwischen in Outlook integriert, so kann ich alles archivieren was mich interessiert. TwInbox nennt sich das Ding und bindet sich wunderbar ein. Wer Mails schreiben kann, kann auch damit umgehen. Vielleicht interessiert es ja jemand.
w w w . techhit . com/TwInbox/twitter_plugin_outlook.html
Gruß Markus